Achtung! Diese Webseite dient nur der Archivierung!!
Bitte besuchen Sie die aktuelle Webseite der Väterpolitik
www.väterpolitik.de
Vielen Dank!

Erste Ergebnisse zur Umfrage von Väterpolitik.de: Mehrheit für Kinderbetreuung durch beide Eltern!

Pressemitteilung

25. September 2009


Erste Ergebnisse zur Umfrage von Väterpolitik.de:

Mehrheit für Kinderbetreuung durch beide Eltern!

Mehr als 300 Bundestags-Kandidierende hat der Väteraufbruch für Kinder e.V. (VAfK) unter Federführung seines Berlin-Brandenburger Landesverbandes seit Mai zur Familienpolitik mit Vätern befragt. Getragen wurde die bundesweite Aktion von vielen Vätern und Müttern, die den Kandidierenden ihrer Wahlkreise sieben Fragen zur Väterpolitik stellten. Die Antworten aller Befragten sind im Internet unter www.vaeterpolitik.de veröffentlicht.
Zusätzlich liegen erste Grafiken zu den Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Sorgerecht für nicht miteinander verheiratete Eltern und die vermutete Wirkung einer gezielten Väterpolitik auf die Gleichstellung von Frauen mit Männern im Beruf vor.

Quer durch alle Parteien herrscht große Übereinstimmung, dass es für die Entwicklung von Kindern besser wäre, wenn sich Väter stärker an ihrer Erziehung beteiligen würden: 97% aller befragten Kandidierenden bejahen diese Frage, Verneinungen gibt es keine. 3% der Befragten beantworten die Frage nicht, weil sie ihnen u.a. zu pauschal erschien.























Bei der Frage zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Mehrfachnennungen möglich) favorisieren 61% der befragten Kandidierenden ein Familienmodell, bei dem beide Eltern Teilzeit arbeiten und ihre Kinder - ggf. mit ergänzender Betreuung durch Dritte - selbst betreuen.
Die Vollzeitberufstätgkeit beider Eltern mit überwiegender Kinderbetreuung durch Dritte unterstützen 50% der Befragten. Für eine Rollenverteilung mit einem Vollzeit arbeitenden Alleinverdiener bzw. einer Alleinverdienerin spricht sich je ein Viertel der Befragten aus.
Von vielen Befragten quer durch alle Parteien wird angemerkt, dass die Eltern selbst entscheiden sollen, welches Modell sie für sich und Ihre Kinder wählen – die Politik könne hierfür nur den Rahmen schaffen.























Eine 3 / 4 Mehrheit der Befragten spricht sich dafür aus, dass Väter, die nicht mit der Mutter ihres Kindes verheiratet sind, das gemeinsame Sorgerecht ab Geburt ihres Kindes bzw. ab Vaterschaftsanerkennung erhalten sollen.

























Bei der Sorgerechtsfrage gibt es Unterschiede zwischen den Parteien, die davon abhängen, ob die
Parteien zum Sorgerecht bereits eine einheitliche Linie entwickelt haben:


























So hat Bündnis 90/ Die Grünen in der ablaufenden Legislaturperiode einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der Vätern einen Klageweg auf ein gemeinsames Sorgerecht einräumt. Dementsprechend lehnen viele Kandidierende von Bündnis 90/Die Grünen ein Sorgerecht ab Geburt bzw. Vaterschaftsanerkennung ab.
Die FDP spricht sich in ihrem Wahlprogramm ebenfalls für einen Klageweg aus.
Von SPD, CDU/CSU und DIE LINKE gibt es noch keine parteipolitische Positionierung - die Kandidierenden waren bei der Beantwortung der Sorgerechtsfrage somit freier.


Die Gleichstellungspolitik wird häufig als ein Gegeneinander von Frauen und Männern aufgefasst. So schreibt die SPD z.B. in ihrem Hamburger Parteiprogramm: »Wer die menschliche Welt will, muss die männliche überwinden.«
Ob es auch gemeinsam geht, wollte der VafK von den Kandidierenden wissen und fragte, ob eine gezielte Väterpolitik die Gleichstellung von Frauen mit Männern im Beruf beschleunigen könne. 87% der befragten Kandidierenden bejahen diese Frage.





















Bei dieser Frage weicht die CDU/CSU von allen anderen Parteien deutlich ab.
Eine Mehrheit von 54% ihrer befragten Kandidierenden bejaht diese Frage. Eine Minderheit von 36 % – darunter die
Parteigranden – verneinen diese Frage u.a. mit der Anmerkung, dass die Gleichstellungspolitik der
Union Frauen und Männer im Blick habe.

























Nachfolgend sind die heutige Pressemitteilung sowie alle enthaltenen Grafiken zum Download aufgeführt: